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Arbeitsrecht
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Familienrecht
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allgemeines Zivilrecht
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Medizinrecht
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Arbeitsrecht
Stellenausschreibungen und Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG ) (Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 18. August 2009 - 1 ABR 47/08) Nach der neuesten Rechtsprechung des BAG kann die Begrenzung einer innerbetrieblichen Stellenausschreibung auf Arbeitnehmer im ersten Berufsjahr eine nach § 3 Abs. 2 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) unzulässige mittelbare Benachteiligung wegen des Alters sein. » Weitere Informationen
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) ändert seine Rechtsprechung zum Urlaubsrecht (BAG, Urteil 24.03.2009, 9 AZR 983/07) Nach dem Gesetz muss der Urlaub im Laufe des Kalenderjahres genommen werden. Nur in Ausnahmefällen, nämlich dann, wenn dringende betriebliche Gründe oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe (z. B. Krankheit) dies rechtfertigten, kann der Urlaub in das nächste Kalenderjahr übertragen werden (§ 7 Abs. 3 Bundesurlaubsgesetz). Doch auch dieser Urlaubsanspruch war befristet und erlosch endgültig, wenn der Arbeitnehmer diesen nicht bis zum 31. März des Folgejahrs in Anspruch nahm. Das hat sich jetzt geändert!» Weitere Informationen
Vorsicht bei Verwendung von Vertragsformularen im Arbeitsrecht ( BAG Urteil vom 19.03.2008, 5 AZR 432/07 ) Vom Arbeitgeber vorformulierte Vereinbarungen über die Rückzahlung von Studienkosten unterliegen auch dann der Inhaltskontrolle gemäß § 307 BGB, wenn sie nur zur einmaligen Verwendung bestimmt sind. Sie können gegen das Transparenzgebot aus § 307 Abs.1 S.2 BGB verstoßen, wenn eine ratenweise Rückzahlung der Kosten nur bei einer Anschlusstätigkeit beim Arbeitgeber in Betracht kommen soll, Art und Vergütung der Tätigkeit aber nicht festgelegt sind. » Weitere Informationen
Längere Bezugsdauer Arbeitslosengeld I für ältere Arbeitslose Nach der Zustimmung des Bundesrats vom 15.02.2008 zum SGB-III-Änderungsgesetz wird die Arbeitslosengeld-I-Bezugsdauer für ältere Arbeitslose rückwirkend zum 01.01.2008 verlängert. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat mitgeteilt, dass alle potentiell betroffenen Leistungsfälle durch die Agenturen für Arbeit überprüft werden. Eine Antragstellung ist hierfür nicht erforderlich. Die Prüfungen sollen bis zum 30.05.2008 abgeschlossen sein. » Weitere Informationen
Achtung: Verzicht auf Kündigungsrecht durch Abmahnung gilt auch in der Probezeit - Unterzeichnung einer Kündigung mit dem Zusatz "i.A" Wenn ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer abmahnt, verzichtet er damit (konkludent) auf das Kündigungsrecht wegen der abgemahnten Pflichtwidrigkeit. Das gilt auch bei einer Abmahnung während der sechsmonatigen Wartezeit des § 1 Abs.1 KSchG. Bei einer Kündigung im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit einer Abmahnung, muss der Arbeitgeber darlegen, dass er aus anderen Gründen als der bereits abgemahnten Pflichtwidrigkeit gekündigt hat.
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Soll die Abfindung geringer ausfallen als in § 1a KSchG vorgesehen, muss das Kündigungsschreiben hierauf deutlich hinweisen Nach § 1a KSchG haben Arbeitnehmer eine Abfindung in Höhe eines halben Monatsgehalts pro Beschäftigungsjahr, wenn der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt und im Kündigungsschreiben darauf hinweist, dass dem Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Frist für die Erhebung der Kündigungsschutzklage eine Abfindung zusteht. Die Arbeitsvertragsparteien sind durch diese Vorschrift zwar nicht gehindert, eine geringere Abfindung zu vereinbaren. Hierauf muss der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben aber deutlich hinweisen» Weitere Informationen
Bundeskabinett beschließt längere Arbeitslosengeld-I-Bezugsdauer und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Situation älterer Arbeitsloser Das Bundeskabinett hat am 11.12.2007 eine Formulierungshilfe für ein Gesetz beschlossen, mit dem die Situation älterer Arbeitsloser verbessert werden soll. Das Maßnahmenpaket sieht eine längere Arbeitslosengeld-I-Bezugsdauer und Eingliederungsgutscheine für ältere Arbeitnehmer sowie eine "Zwangsverrentung" frühestens nach Vollendung des 63. Lebensjahrs vor. Ob die geplanten Neuregelungen tatsächlich, wie geplant, zum 1.1.2008 in Kraft treten können, steht allerdings noch nicht fest, da Bundestag und Bundesrat dem Gesetz noch zustimmen müssen.
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Bundesregierung hat Zulassungsregeln für ausländische Saisonkräfte in Landwirtschaft und Gartenbau verlängert Das Bundeskabinett hat am 11.12.2007 beschlossen, die Eckpunkteregelung zur Zulassung ausländischer Saisonarbeitskräfte für zwei Jahre bis Ende 2009 in modifizierter Form zu verlängern. Landwirtschafts- und Gartenbaubetrieben wird daher weiterhin die Zulassung von 80 Prozent der bisher beschäftigten ausländischen Saisonarbeitskräfte garantiert. Neu ist, dass in Bezirken mit einer unterdurchschnittlichen Arbeitslosenquote der Anteil der ausländischen Saisonkräfte von vornherein 90 Prozent betragen darf. » Weitere Informationen
Ab 1.07.2007 Mindestlohn für Gebäudereiniger Am 01.07.2007 ist das am 30.04.2007 im Bundesgesetzblatt (BGBl. I S. 576) verkündete Erste Gesetz zur Änderung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes vom 25.04.2007 in Kraft getreten. Mit der damit einhergehenden Einbeziehung der in- und ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Gebäudereinigerhandwerks in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz bekommen in Deutschland beschäftigte Gebäudereiniger dadurch einen tarifvertraglichen Mindeslohn.
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Kostensteigerungen im Niedriglohnsektor zum 1.7.2006 Am 19. Mai verabschiedete der Deutsche Bundestag das Haushaltsbegleitgesetz 2006. In der Presse ist vorwiegend von der größten Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland die Rede. Dabei steht zwar das Schreckgespenst der um drei Prozentpunkte erhöhten Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel 2007 im allgemeinen Interessenfokus.
Viel früher sind die Folgen auf einem Nebenkriegsschauplatz spürbar. Schon ab Juli 2006 wird der Niedriglohnsektor deutlich unattraktiver: Die vom Arbeitgeber zu tragenden Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung für 400-EUR-Minijobs steigen um 5 Prozentpunkte an. Das bedeutet gerade für Unternehmen, die viele "Geringfügige" beschäftigen in diesem Bereich, eine gewaltige Kostensteigerung!
Parallel dazu verringert sich die Beitragsersparnis für Arbeitnehmer in der so genannten Gleitzone mit einem monatlichen Bruttoverdienst von mehr als 400 EUR bis maximal 800 EUR in ähnlichem Umfang.
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Vorsicht bei betriebsbedingter Kündigung - neue BAG Rechtsprechung zur Änderungskündigung Vor Ausspruch einer (betriebsbedingten) Kündigung muss der Arbeitgeber dem betroffenen Arbeitnehmer nicht nur einen adäquaten freien Arbeitsplatz, sondern nahezu jeden freien Arbeitsplatz anbieten.» Weitere Informationen
Wegfall der Abfindungsfreibeträge ab dem 01.01.2006 Ab 1.1.2006 hat der Gesetzgeber die Abfindungsfeibeträge gestrichen. Hier sollten die Übergangsregelungen beachtet werden.
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Lohnfortzahlungsversicherung und Erstattung des Mutterschaftsgeld sowie Lohnfortzahlung für alle Arbeitgeber ab dem 1.1.2006 Nach dem Mutterschutzgesetz haben alle Arbeitgeber einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld sowie Lohnfortzahlungen an Arbeitnehmerinnen zu leisten. Bisher erstatteten die Krankenkassen nur den kleinen Arbeitgebern diese Kosten und zogen auch nur diese im Umlageverfahren (U 2) heran. Das hat sich seit dem 01.01.2006 geändert» Weitere Informationen
Anspruch auf Freizeitausgleich für teilzeitbeschäftigtes Betriebsratsmitglied BAG: Maßgeblich für den Umfang des Freizeitausgleichs eines Betriebsratsmitglieds ist auch bei Teilzeitbeschäftigten die Arbeitszeit vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer
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Inhaltskontrolle eines formularmäßigen Änderungsvorbehalts
Das BAG erklärt sich nochmals zur
Zulässigkeit von Änderungsvorbehalten betreffend der Vergütung
des Arbeitnehmers in Formulararbeitsverträgen. Hier mit der Besonderheit,
dass ein Arbeitsvertrag bzw. eine entsprechende Klausel aus dem Kalenderjahr
1998 zu beurteilen war.
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Bürgenhaftung für das Mindestentgelt im Baugewerbe
Das BAG hat entschieden, dass die Regelung des
§ 1a Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG), wonach der Generalunternehmer
unter bestimmten Voraussetzungen für die Vergütungsforderungen der
bei dem Nachunternehmen beschäftigten Arbeitnehmer haftet,
verfassungsmäßig ist.
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Sozialauswahl bei beabsichtigter Teilbetriebsstilllegung
BAG: Keine Beschränkung der Sozialauswahl
bei beabsichtigter Teilbetriebsstilllegung und Teilbetriebsübergang.
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Bundesregierung beschließt Änderung des SGB II
Änderungen hinsichtlich der Erhöhung
der Kinderfreibeträge. Das Bundeskabinett hat am 01. September 2004 die
bereits vor einiger Zeit angekündigten Änderungen des SGB II
beschlossen.
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Neues Kündigungsschutzrecht ab dem 1.1.2004
Das neue Kündigungsschutzgesetz (KSchG)
gilt ab dem 1.1.2004. Der Teufel steckt im Detail und führt zu
Schwierigkeiten in der Anwendung gerade für kleinere und mittlere
Betriebe.
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Freier Beurteilungsspielraum bei Personalentscheidungen im öffentlichen
Dienst
In einer neueren Entscheidung hat das BAG
nochmals klar bestätigt, dass die gerichtliche Kontrolle der Beurteilungen
bei der Personalauswahl im öffentlichen Dienst stark eingeschränkt
ist.
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Betriebsübergang bei "Insourcing"
Das BAG hat zu der Frage Stellung genommen,
wann ein Betriebsübergang vorliegt, wenn ausschließlich
Betriebsmittel übernommen werden.
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Videoüberwachung der Arbeitsstätte nur im Ausnahmefall zulässig
Das BAG urteilt, dass dauerhafte,
verdachtsunabhängige Videoüberwachung am Arbeitsplatz
unverhältnismäßig ist.
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Haftungsausschluss bei Verkehrsunfall zwischen Betriebsstätte und Baustelle
Der Arbeitgeber haftet nicht für
immaterielle Unfallfolgen die auf einem Verkehrsunfall beruhen, der sich mit
einem Betriebsfahrzeug zwischen Betriebsstätte und Baustelle ereignet.
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Vergütung für geleistete Bereitschaftsdienste eines Arztes
Die Zeit während des
Bereitschaftsdienstes eines Arztes darf grundsätzlich niedriger
vergütet werden als regelmäßige Arbeitszeit. Die
Arbeitsparteien sind frei, für den Bereitschaftsdienst und die Vollarbeit
unterschiedliche Vergütungssätze vorzusehen.
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Umwandlung einer Vollzeitstelle in mehrere Teilzeitstellen
Die Umwandlung einer Vollzeitstelle in mehrere
Teilzeitstellen kann Änderungskündigung rechtfertigen.
Entschließt sich der Arbeitgeber zu
einer betrieblichen Umorganisation (z. B. Umwandlung einer Volltagsstelle in
zwei Halbtagsstellen), so handelt es sich um eine im Ermessen des Arbeitgebers
stehende unternehmerische Entscheidung, die eine Änderungskündigung
rechtfertigen kann. Die Entscheidung des Arbeitgebers kann von den Gerichten
nicht auf ihre Zweckmäßigkeit übergeprüft werden.
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Arbeitnehmer Vorsicht beim Abschluss von Abwicklungsverträgen
Verträge in Zusammenhang mit der
Beendigung eines Arbeitsverhältnisses unterliegen immer wieder der
Diskussion. In der Vergangenheit gefährdete hauptsächlich der
Aufhebungsvertrag den Anspruch auf Arbeitslosengeld. Jetzt hat das
Bundessozialgericht (BSG) auch dem Abwicklungsvertrag den Boden entzogen. Mit
Urteil vom 18.12.2003 hat das BSG entschieden, dass auch Absprachen nach
Kündigung das Arbeitslosengeld gefährden.
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Arbeitgeber Vorsicht bei sog. "Prozessrechtsarbeitsverhältnis"
Eine Vereinbarung, nach welcher der
Arbeitnehmer verpflichtet wird, während eines
Kündigungsschutzprozesses bis zum Abschluss des Prozesses seine
Tätigkeit weiter auszuüben bedarf der Schriftform.
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Familienrecht
Lösungsorientierte Arbeit im Familienkonflikt Bundeskonferenz zur interdisziplinären Zusammenarbeit im Familienkonflikt» Weitere Informationen
Leistungsfähigkeit bei dem Elternunterhalt Leistungsfähigkeit bei dem Elternunterhalt
Das Bundesverfassungsgericht hat zum Unterhaltsanspruch von Eltern gegenüber ihren Kindern eine Grundsatzentscheidung getroffen, die vor allem für Kinder mit Grundbesitz von Bedeutung ist.
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Leistungsfähigkeit bei Bezug von Arbeitslosengeld II Leistungsfähigkeit bei Bezug von Arbeitslosengeld II
Das OLG Brandenburg traf eine Entscheidung zur Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten, wenn dieser Arbeitslosengeld II bezieht.
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Familienrecht Kontinuitätsgrundsatz im Umgangsrecht
Das OLG München stellte klar, dass der Kontinuitätsgrundsatz bei dem Umgangsrecht auch dann gilt, wenn sich die Kontinuität aufgrund erst während der Dauer des familiengerichtlichen Verfahrens ergibt.
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Unternehmensbewertung bei Zugewinnausgleich Der Liquidationswert nicht betriebsnotwendigen Vermögens erhöht den Unternehmenswert
Der BGH hat zur Frage der Unternehmensbewertung entschieden, dass nur das nicht notwendige Vermögen des Betriebes bei der Bewertung ausgenommen und mit seinem Liquidationswert dem realen Unternehmenswert hinzugesetzt werden darf.
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Erwerbsobliegenheit beim Trennungsunterhalt BGH: Die Erwerbsobliegenheit erstreckt sich auch auf Bemühungen, in einem früheren während der Ehe aufgegebenen Beruf wieder Arbeit zu finden.
Der BGH hat zur Frage des Trennungsunterhaltes entschieden, dass der nicht erwerbstätige Unterhaltsberechtigte nach der Trennung verpflichtet ist, sich um
Arbeitsaufnahme nicht nur in seinem zuletzt ausgeübten sondern auch in einem früheren, während der Ehe aufgegebenen Beruf zu bemühen.
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Barunterhaltspflicht des betreuenden Elternteils gegenüber im Haushalt lebendem minderjährigen Kind Obwohl das minderjährige Kind im Haushalt eines Elternteils betreut wird, kann dieser Elternteil barunterhaltspflichtig sein.
Das OLG Stuttgart hat, wenn beide Elternteile in neuen Partnerschaften leben, die Rechtsprechung zur Barunter- haltspflicht des betreuenden Elternteils eines minderjährigen Kindes fortentwickelt.
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Anfechtung der Vaterschaft kann nicht auf heimlich eingeholten
DNA-Vaterschaftstest gestützt werden.
Der BGH hat ein Grundsatzurteil zur
gerichtlichen Verwertung von Vaterschaftstests verkündet.
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Urteil zur Wirksamkeit von Eheverträgen bei kinderloser Ehe
Der BGH hat bereits im Februar ein viel
beachtetes Urteil zur Wirksamkeit von Eheverträgen verkündet (siehe
hierzu unseren Beitrag "Wirksamkeit von Eheverträgen"). Jetzt hatte der
BGH erneut zu dieser Frage zu entscheiden.
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Prozesskostenvorschuss auf Raten
Keine Prozesskostenhilfe für Kinder, die
gegenüber ihren Eltern einen Anspruch auf Prozesskostenvorschuss haben.
Der BGH hat eine interessante Entscheidung zur
Verpflichtung der Eltern auf Zahlung von Prozesskostenvorschuss und den
Zusammenhang mit Prozesskostenhilfe (PKH) getroffen.
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Verwirkung von Trennungsunterhalt
Vorsicht bei rückständigem
Trennungsunterhalt. Wenn dieser nicht eingefordert wird, können
Ansprüche verwirkt sein.
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Wirksamkeit von Eheverträgen
Vorsicht beim Abschluss von Eheverträgen.
Nach der neuesten Rechtssprechung des BGH müssen Eheverträge
ausgewogen. Andernfalls kann trotz Wirksamkeit die Ausübung von Rechten
aus dem Vertrag scheitern.
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Einkommensreduzierung des Unterhaltspflichtigen
Der BGH stellt hohe Anforderungen, wenn der
Selbständige den zu zahlenden Unterhalt wegen Umsatzrückgang
reduzieren will.
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Allgemeines Handels- und Wirtschaftsrecht
Haftung einer nicht im Handelsregister eingetragenen, in Singapur gegründeten Limited mit Verwaltungssitz in Deutschland (BGH, Beschluss vom 8.10.2009, Az. IX ZR 227/06) Eine Haftungsbeschränkung der Gesellschafter auf das Gesellschaftsvermögen gilt nicht für eine in Singapur gegründete Limited, wenn diese nicht im Handelsregister eingetragen ist.» Weitere Informationen
Werbeanrufe Eine Klausel bei Vertragsabschluss, mit der der Kunde in Werbung per Telefon und Fax einwilligt, reicht nicht aus, um Werbeanrufe zu rechtfertigen, so das Landgericht Hamburg.
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Die wirksame Bestellung eines im Ausland ansässigen Nicht-EU-Ausländers zum GmbH-Geschäftsführer setzt nicht die jederzeitig Einreisemöglichkeit voraus (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 16.04.2009, Az.: I-3 Wx 85/09) Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat in einem Fall entschieden, dass ein Nicht-EU-Ausländer auch dann wirksam zum GmbH-Geschäftsführer bestellt werden kann, wenn seine jederzeitige Einreisemöglichkeit ins Inland nicht gegeben ist. Dies ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten» Weitere Informationen
Die Empfängerbank trifft im beleglosen Überweisungsverkehr keine Pflicht zum Abgleich zwischen Kontonummer und Empfängernamen (AG München, Urteil vom 18.06.2007, Az.: 222 C 5471/07). Im beleglosen Überweisungsverkehr trifft die Empfängerbank keine Pflicht zum Abgleich zwischen Kontonummer und Empfängernamen. Die Empfängerbank darf die ihr von der überweisenden Bank übermittelten Daten ausschließlich aufgrund der Kontonummer ausführen.
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Ein Notar muss bei einer Stammkapitalerhöhung durch Sacheinlage über die Gefahr einer Differenzhaftung belehren (BGH, Beschluss vom 02.10.2007, III ZR 13/07) Soll die Erhöhung des Stammkapitals einer GmbH mit Sachanlagen bewirkt werden und hat der Notar Anlass, an einer richtigen Bewertung der Sachanlagen zu zweifeln, muss er darauf hinweisen, dass insoweit die Gefahr einer Differenzhaftung des Übernehmers gem. § 9 GmbHG besteht.
» Weitere Informationen
Inhaber von Vorzugsaktien haben bei einem Squeeze - out keine Stimmberechtigung (BVerfG, Beschluss vom 28.08.2007, 1 BvR 861/06) Inhaber von Vorzugsaktien, bei denen gem. § 139 Abs. 1 AktG das Stimmrecht ausgeschlossen ist, sind auch im Falle eines Squeeze - out nicht stimmberechtigt. Auch wenn die Inhaber von Vorzugsaktien sicherlich von einem Squeeze - out ebenso betroffen sind wie die Inhaber von Stammaktien, steht ihnen kein Stimmrecht zu.» Weitere Informationen
Der Director (Geschäftsführer) einer Limited haftet persönlich für sein betrügerisches Verhalten (Brandenburgisches OLG, Urt. v. 19.09.2007, 13 U 73/06) Handelt der Geschäftsführer einer englischen Limited in betrügerischer Absicht, ist dieses Verhalten als ein von der Tätigkeit als Geschäftsführer der Limited unabhängiges, kriminelles Verhalten anzusehen. Der Geschäftsführer kann sich insoweit nicht auf die Haftungsbeschränkung der Limited berufen. Er haftet vielmehr persönlich und unbeschränkt.» Weitere Informationen
Örtliche Zuständigkeit im Mahnverfahren für eine Limited mit Hauptverwaltung in Deutschland (OLG Naumburg, Beschluss vom 04.09.2007, 1 AR 24/07) Tritt eine nach englischem Recht gegründete Limited unter einer deutschen Geschäftsanschrift auf, hat das angerufene Mahngericht die örtliche Zuständigkeit von Amts wegen zu prüfen.» Weitere Informationen
Auch bei fehlender Vertretungskennzeichnung einer GmbH ist die Schriftform eines Mietvertrages gewahrt (BGH Urteil vom 19.09.2007, AZ.: XII ZR 121/05) Zur Wahrung der Schriftform eines Mietvertrages mit einer GmbH als alleinige Mieterin ist es nicht erforderlich, dass die für die GmbH geleistete Unterschrift mit einem die Vertretung kennzeichnenden Zusatz versehen wird. Dies gilt selbst dann, wenn die GmbH satzungsgemäß von 2 Geschäftsführern gemeinsam vertreten wird und die Unterschrift für die GmbH von einem Dritten stammt. Ob der Vertreter bevollmächtigt war oder nicht, ist eine Frage des Zu-Stande-Kommens des Mietvertrages, nicht der Wahrung seiner Form.» Weitere Informationen
Änderung des Haftungskonzepts zum existenzvernichtenden Eingriff (BGH, Urteil vom 16.07.2007, Az.: II ZR 3/04) Bislang ging der BGH von einer eigenständigen Haftungsfigur des existenzvernichtenden Eingriffs aus. Diese knüpfte an dem Missbrauch der Rechtsform an und war als Durchgriffshaftung des Gesellschafters gegenüber den Gesellschaftsgläubigern ausgestaltet. Nunmehr wird die Haftung des Gesellschafters für einen existenzvernichtenden Eingriff an der missbräuchlichen Schädigung des im Gläubigerinteresse zweckgebundenen Gesellschaftsvermögens fest gemacht.» Weitere Informationen
Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Schaffung deutscher Immobilien - Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen Mit der Einführung der so genannten Real Instate Investment Trusts (REIT) will die Bundesregierung eine Lücke bei der indirekten Immobilienanlage schließen.» Weitere Informationen
Keine Haftung des Geschäftsführers einer GmbH auf Schadensersatz wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungbeiträgen Keine Haftung des Geschäftsführers einer GmbH auf Schadensersatz wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungbeiträgen» Weitere Informationen
Haftungsverteilung zwischen Architekten und Bauunternehmer Der BGH setzt seine Rechtsprechung zur Haftungsverteilung von Architekt und Bauunternehmer fort, wenn durch vertragswidrige Planung des Architekten das Werk vom Unternehmer vertragswidrig ausgeführt wird obwohl der Unternehmer die Fehlplanung erkennen konnte.» Weitere Informationen
„Limited“ ja oder nein? Die Frage ob und wie eine „Limited“ in Großbritannien gegründet werde soll, wird derzeit in den Medien und seitens der Unternehmer stark thematisiert. Hier einige grundlegende Informationen zur Gründung einer „Limited“ in Großbritannien.» Weitere Informationen
Einzelheiten zur Änderung des UWG
Die Praxis der letzten Monate hat gezeigt,
dass viele Unternehmen und Unternehmer über das neue Werberecht kaum
Bescheid wissen. Das kann spätestens im Falle einer Abmahnung ein
böses Erwachen geben. Nachfolgend eine Zusammenstellung der bisher am
häufigsten gestellten Fragen zu einzelnen Themen (siehe hierzu auch oben
den Beitrag "Neues UWG Recht ab 8.7.2004 ohne Übergang").
» Weitere Informationen
Regierungsentwurf zur Einführung der Europäischen Aktiengesellschaft
(Societas Europaea)
Nach Pressemitteilungen des Bundeministeriums
der Justiz soll europäischen Unternehmen zukünftig eine Expansion und
Neuordnung über Ländergrenzen hinweg ermöglicht werden, ohne die
kostspieligen und zeitaufwändigen Förmlichkeiten beachten zu
müssen, die bislang mit der Gründung von Tochtergesellschaften
verbunden sind. Die Societas Europaea (SE) ist eine neue Gesellschaftsform nach
europäischem Gemeinschaftsrecht. Den Regierungsentwurf des SEEG
können Sie auf der Homepage des Bundeministeriums der Justiz nachlesen
(siehe hierzu den Menüpunkt Links).
Seit 2004 neue Vorschriften zur Rechnungslegung
Seit dem 01. Januar 2004 müssen
Rechnungen detaillierte Angaben enthalten. Sind diese nicht vorhanden, kann der
Rechnungsempfänger die ausgewiesene Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer
absetzen. In einigen geregelten Fällen ist ab dem 01. April 2004 in der
Baubranche die Steuerschuldnerschaft für die Umsatzsteuer auf den Kunden
übergegangen.
» Weitere Informationen
Haftungsverschärfung bei der BGB-Gesellschaft - neue Rechtsprechung des
BGH:
Hier finden Sie zwei Grundsatzurteile des BGH
zur Haftungsverschärfung im Rahmen der BGB-Gesellschaft.
» Weitere Informationen
Neues UWG ab 8.7.2004 ohne Übergang
Der Gesetzgeber hat das Gesetz gegen
unlauteren Wettbewerb (UWG) reformiert. Das neue Gesetz ist am 8. Juli 2004 in
Kraft getreten.
Nach der Vorstellung des Gesetzgebers sollten
mit dem neuen UWG im Wesentlichen die von der Rechtsprechung entwickelten
Grundsätze in den Gesetzestext aufgenommen werden. Außerdem sollten
die Vorgaben der Europäischen Kommunikations-Datenschutzrichtlinie in dem
neuen Gesetz umgesetzt werden. Das Gesetz enthält keine
Übergangsfristen. Die neuen Regeln sind also auch von den Gerichten mit
sofortiger Wirkung anzuwenden.
Anders als die bisher geltende Fassung des
Gesetzes regelt der reformierte Text eine Vielzahl von Beispielen für
Wettbewerbsverstöße ausdrücklich.
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Unzulässige Bindung in Leasingverträgen
Nicht selten verpassen Leasingnehmer die
Beendigung des Leasingvertrages und nutzen das Leasingobjekt weiter. Die
Leasinggesellschaft kann sich hier nicht unbedingt auf ihre AGBs berufen und
weiter Bezahlung verlangen.
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Umdeutung des Abfindungsanspruchs ausgeschiedener GbR-Gesellschafter von
laufenden Zahlungen in Einmalzahlung bei Betriebsveräußerung
(Anwaltskanzlei)
Wird eine in einem Sozietätsvertrag
zugunsten altersbedingt ausscheidender Partner vorgesehene, an den Jahresgewinn
der aktiven Sozietät anknüpfende Versorgungsregelung
undurchführbar, weil die aktiven Partner die Praxis veräußert
haben, kann im Rahmen der erforderlichen beiderseits interessengerechten
Vertragsauslegung den in der Vergangenheit ausgeschiedenen Partnern u.U. ein
Anspruch auf Abfindung nach dem Wert ihrer Beteiligung zum Zeitpunkt des
Ausscheidens zuzuerkennen sein (Urteil vom 17.5.2004BGH II ZR 261/01).
Keine Nachforderung der Umsatzsteuer möglich
Haben sich die Vertragsparteien bei Abschluss
eines Geschäfts überhaupt keine Gedanken über die
Umsatzsteuerpflicht gemacht, kann die Umsatzsteuer nicht nachgefordert werden,
wenn das Finanzamt nach Jahren von einem der Vertragspartner die Entrichtung
der Mehrwertsteuer verlangt (Urteil des LG Rottweil vom 18.08.2003, 2 O 553/02,
Handelsblatt vom 28.04.2004)
Vorfälligkeits- und Nichtabnahmeentschädigung beim Darlehen
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat bereits in
seinem Urteil vom 07.11.2000 Grundsätze für die Berechnung der
Vorfälligkeits- bzw. Nichtabnahmeentschädigung bei Hypothekendarlehen
aufgestellt. Trotzdem lässt sich in der Praxis immer wieder feststellen,
dass die Unwissenheit des Kunden ausgenutzt wird und zu hohe
Entschädigungen eingefordert werden.
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Immobilienrecht
Änderung des Wohnungseigentumsrechts Bundesrat Drucksache 47/07
» Weitere Informationen
Verspätete Abrechnung der Nebenkosten durch den Vermieter BGH, Urteil vom 05.07.2006, Az.: VIII ZR 220/05
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Beschränkung der Verlustverrechnung bei Steuerstundungsmodellen durch den Gesetzgeber Die Attraktivität so genannter Steuerstundungsmodelle wurde durch die neue Vorschrift des § 15b EStG erheblich eingeschränkt. Zukünftig können die Verluste nur noch mit späteren positiven Einkünften aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden.» Weitere Informationen
Wegfall der degressiven Abschreibung ab 2006 Vermieter von neuen Mietwohnungen konnten bisher in den ersten zehn Jahren nach der Fertigstellung jährlich 4 % der Gebäudeanschaffungs- bzw. -herstellungskosten als Werbungskosten abziehen.» Weitere Informationen
Das endgültige Aus für die Eigenheimzulage ab dem 01.06.2006 Die rot-grüne Bundesregierung war mit ihren Versuchen, die Eigenheimzulage abzuschaffen, in der Vergangenheit einige Male am Bundesrat gescheitert. Der großen Koalition ist es zum Leidwesen vieler Bauwilligen und Kaufinteressenten auf Anhieb gelungen.» Weitere Informationen
Achtung Vermieter: Neue Kündigungsfristen für Mieter - Neues Gesetz tritt am 1.7.2005 in Kraft ! Der Gesetzgeber hat den jahrelangen Streit über die Abhängigkeit der Kündigungsfristen von der Wohndauer beendet und eine einheitliche Kündigungsregelung von drei Monaten geschaffen (siehe hierzu unten den Beitrag "Kündigungsfristen des Mieters nach neuem und altem Recht"). » Weitere Informationen
BGH: Klage auf rückständige Wohnraummiete im Urkundenprozeß zulässig Der Vermieter kann nach der neuesten Rechtsprechung des BGH seine Mietansprüche im Urkundsprozess geltend machen und zwar auch dann, wenn der Mieter Mängel einwendet. Die Geltendmachung im Urkundenprozess führt zu einer deutlich kürzeren Verfahrensdauer gegenüber dem allgemeinen Prozessverfahren.» Weitere Informationen
Nicht ordnungsgemäße Betriebsabrechnung wahrt die Abrechnungsfrist.
Der BGH hat entschieden, dass auch eine nicht
ordnungsgemäße Betriebsabrechnung die Abrechnungsfrist wahrt.
Häufig entsteht Streit darüber, ob
eine Betriebskostenabrechnung vom Vermieter fristgemäß und vor allem
ordnungsgemäß erstellt wurde. Gemäß § 556 Abs. 3
BGB muss dem Mieter die Abrechnung spätestens bis zum Ablauf des
zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums zugestellt werden.
Nach Ablauf dieser Frist kann der Vermieter keine Betriebskostennachforderungen
mehr geltend machen. Das gilt nicht, wenn der Vermieter die verspätete
Geltendmachung nicht verschuldet hat. Bisher war fraglich, ob der Vermieter
eine zwar fristgerecht aber sachlich falsche Betriebskostenabrechnung auch nach
Ablauf der Frist korrigieren kann. Hierzu hat der BGH nun ein Grundsatzurteil
gefällt.
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Nach zwei Jahren Mietminderung bei einer zu kleinen Wohnung
BGH entscheidet, dass Mietminderung bei mehr
als 10 Prozent zu kleiner Wohnung auch noch nach zwei Jahren zulässig sein
kann.
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Bei Vermietung Mindeststandards der Elektroinstallation in nicht modernisierten
Altbauwohnungen erforderlich
Der BGH hat entschieden, dass der Mieter einer
nicht modernisierten Altbauwohnungen mangels abweichender vertraglicher
Vereinbarungen einen Mindeststandard bei der Elektroinstallation erwarten kann.
Dieser muss ein zeitgemäßes Wohnen ermöglichen und den Einsatz
der für die Haushaltsführung allgemeinen üblichen elektrischen
Geräte erlauben.
Das bedeutet, dass dem
Mieter der Einsatz eines Gerätes mit höherem Stromverbrauch, wie
beispielsweise einer Wasch- oder Spülmaschine bei gleichzeitigem
anderweitigem Stromverbrauch in der Wohnung möglich sein muss (BGH-Urteil
vom 26.7.2004 - VIII ZR 281/03). Andernfalls liegt ein Mangel vor, dem der
Mieter mit den entsprechenden Maßnahmen begegnen kann (Aufforderung zur
Mangelbeseitigung, Minderung, Zurückbehaltungsrecht).
Neues Provisionssystem für Makler geplant
Am 30. August 2004 ist aus der Fusion der
Maklerverbände RDM und VDM der neue Immobilienverband Deutschland
(IVD)hervorgegangen. Nach Plänen des IVD wird eine neue
Vergütungsordnung für Makler angestrebt. Diese soll das bisherige
Provisionssystem neu regeln.
Der IVD kündigte an, das geltende
Provisionsrecht auf den Prüfstand zu stellen und den geänderten
Marktbedingungen anzupassen. Außerdem werde sich der IVD für mehr
Transparenz auf dem Immobilienmarkt einsetzen.
Nach Angaben des IVD soll das
herkömmliche Provisionssystem für Immobilienvermittler
überarbeitet werden. Ziel ist es, eine bundesweit einheitliche Regelung zu
Gunsten der Verbraucher zu schaffen. Künftig soll der auftraggebende
Immobilienanbieter den Makler vergüten. Bisher werden für
Maklerprovisionen regional unterschiedliche Provisionssätze gezahlt. In
Berlin muss der Immobilienkäufer die volle Provision von knapp sieben
Prozent vom Erwerbspreis allein tragen. In anderen Bundesländern werden
die Provisionen je zur Hälfte oder im Verhältnis 60:40 von
Käufer und Verkäufer an den Makler entrichtet. Um mehr Transparenz zu
schaffen, strebt der IVD nun eine bundesweit einheitliche Lösung an.
Verschärfung der Vorschriften für die steuerrechtliche Bewertung von
Immobilien droht
Immobilienbesitzer, die vorhaben, ein Haus
oder eine Wohnung steuergünstig auf die nächste Generation zu
übertragen, sollten sich beeilen:
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BGH bestätigt Billigkauf von Grundstücken Richter: Erwerb nach
Modrow-Gesetz rechtens
Zehntausende ehemalige DDR-Bürger, die
nach dem Sturz des alten Regimes Grundstücke zu den damals geltenden
Bedingungen des Modrow-Gesetzes Immobilien extrem günstig gekauft haben,
müssen keine Nachzahlungen leisten.
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Zum Umfang der Haftung für unvollständige Information des
Käufers, weil der zwischengeschaltete Makler vom Verkäufer nicht
informiert war
Beauftragt der Verkäufer einen Makler mit
den Vertragsverhandlungen, ist es ihm als eigenes Verschulden gegenüber
dem Käufer anzurechnen, wenn er den Makler nicht über die
Umstände informiert, die dem Käufer zu offenbaren sind. Dem
Verkäufer ist das Wissen seines Vertreters, der in seinem Namen den Makler
mit den Kaufverhandlungen beauftragt, im Verhältnis zu dem Käufer
nicht zuzurechnen; anderes gilt, wenn der Vertreter die Angelegenheiten des
Verkäufers, sei es allgemein, sei es für den Verkaufsfall, in eigener
Verantwortlichkeit zu erledigen und die dabei erlangten Informationen zur
Kenntnis zu nehmen und weiterzugeben hat. Dem Käufer, der die
Einbuße aus einem Weiterverkauf als Schadensersatz statt der Leistung
wegen Verschweigens eines Fehlers geltend macht, kann nicht entgegengehalten
werden, der Fehler sei für den Weiterverkauf nicht ursächlich gewesen
(BGH 14.5.2004 V ZR 120/03).
Der Bauträger haftet für vom Vermittler geweckte Vorstellung
über Wohnfläche auch, wenn diese Fläche nicht im Vertrage
niedergelegt wurde
Die Wohnflächen gehören zu den
zentralen Beschaffenheitsmerkmalen des vom Bauträger geschuldeten
Objektes. Fehlen in einem Erwerbervertrag Angaben hierzu, sind die einseitigen
Vorstellungen des Erwerbers für den Inhalt des Vertrages maßgeblich,
wenn der Bauträger in eigener oder zurechenbarer Kenntnis des Willens des
Erwerbers den Vertrag abschließt.
Beauftragt der Bauträger eine Hilfsperson
mit der Anwerbung der Kunden und mit den Vertragsanbahnungsgesprächen und
schaltet der Verhandlungsgehilfe einen selbständigen Vermittler ein, sind
dessen Kenntnisse über die einseitigen Vorstellungen des Erwerbers dem
Bauträger zuzurechnen, wenn dieser mit der Einschaltung des
Untervermittlers rechnen musste (BGH Urteil vom 8.1.2004 VII ZR 181/02).
Haftung eines Architekten wegen unvollständiger und risikoreicher
Kostenschätzung
Der baubegleitende Architekt muss
spätestens im Rahmen der Vorplanung die finanziellen Möglichkeiten
seines Auftraggebers ermitteln. Bei der Erarbeitung des finanziellen Rahmens
des Bauprojektes muss der Architekt sich nach dem ermittelten Rahmen richten.
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Bürgschaft auf erstes Anfordern unzulässig
Bereits Mitte 2002 hat der BGH entschieden,
dass die sog. Bürgschaft auf erstes Anfordern zur Sicherung der
Erfüllung in Formularverträgen unzulässig ist. Da die
entsprechenden Klauseln weiterhin verwendet werden, besteht Veranlassung,
dieses Thema nochmals aufzugreifen.
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Kosten der Gartenpflege auch dann auf den Mieter umlegbar, wenn dieser kein
Gartennutzungsrecht hat
Selbst wenn ein Mieter eines
Mehrparteienwohnhauses einen zur Anlage gehörenden Garten nicht nutzen
kann, muss er die anteiligen Kosten für die Gartenpflege mittragen, falls
dies im Mietvertrag vereinbart worden ist.
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Kündigungsfristen des Mieters nach neuem und alten Recht (Irrungen und
Wirrungen)
Seit dem Inkrafttreten der Mietrechtsreform am
1. September 2001 gelten für Mieter und Vermieter unterschiedliche
Kündigungsfristen. Der Mieter kann das Mietverhältnis unabhängig
von dessen Dauer mit einer dreimonatigen Frist kündigen. Die
Kündigungsfristen für den Vermieter hingegen sind weiterhin je nach
Zeitraum gestaffelt.
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Ausschluss der gesetzlichen Dreimonatsfrist für Kündigungen des
Mieters durch AGB zulässig
Der BGH eröffnet mit der nachfolgend
dargestellten Entscheidung eine "Entschärfung" der mieterfreundlichen
Kündigungsfrist (siehe hierzu auch den vorstehenden Beitrag:
Kündigungsfristen des Mieters nach neuem und alten Recht).
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Schönheitsreparaturen nach starrem Fristenplan in Formularverträgen
unzulässig
Der BGH hat in einer Grundsatzentscheidung die
in Formularverträgen üblicherweise verwendete
Schönheitsreparaturklausel nach einem starren Fristenplan "gekippt". Daher
sollten die gängigen Renovierungsklauseln der hier genannten
Rechtsprechung angepasst werden.
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Weitere Grundsatzentscheidung zu Schönheitsreparaturen
Es besteht Veranlassung, geschlossene
Formularmietverträge auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.
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Kabelnetzbetreiber können nach Vertragsende dazu verpflichtet sein,
Verkabelungen in Häusern kostenlos wieder zu beseitigen.
Kabelnetzbetreiber können nach
Vertragsende dazu verpflichtet sein, Verkabelungen in Häusern kostenlos
wieder zu beseitigen. Sie können sich nicht darauf berufen, die
Hauseigentümer müssten die Anschlüsse und Kabel nach § 57
Telekommunikationsgesetz (TKG) dulden. Diese Vorschrift betrifft
ausschließlich unterirdische Telekommunikationslinien. Im Haus verlegte
Kabel müssen nicht geduldet werden.
Urteil des BGH vom 26.09.2003
V ZR 50/03
Pressemitteilung des BGH
Ausnahme bei rechtwidriger Kautionsklausel
Nach dem seit der Novellierung des Mietrechts
am 01.09.2001 in Kraft getretenen § 551 Abs. 2 BGB ist der Mieter
berechtigt, die vereinbarte Kaution in drei Monatsraten zu erbringen.
Häufig verwenden Vermieter jedoch weiterhin Vordrucke für
Mietverträge, in denen die Mietkaution in einem Betrag gefordert wird.
Nach § 306 BGB gilt das Verbot der so genannten geltungserhaltenen
Reduktion, d.h. eine unwirksam Klausel ist komplett nichtig und kann nicht auf
ihren zulässigen Teil reduziert werden. Daher wäre an sich in diesen
Fällen überhaupt keine Verpflichtung des Mieters zur Zahlung einer
Kaution begründet.
In einer Grundsatzentscheidung kam der
Bundesgerichtshof zu dem Ergebnis, dass derartige Vertragsklauseln nur
teilweise unwirksam sind. Folge: Der Mieter kann sich nicht darauf berufen, er
sei wegen der Unwirksamkeit der Vereinbarung überhaupt nicht zur
Entrichtung der Kaution verpflichtet und könne die geleistete Zahlung
zurückfordern. Die Karlsruher Richter begründeten dies damit, dass
der Mieter nach der gesetzlichen Regelung lediglich berechtigt, aber nicht
verpflichtet ist, die Kaution in mehreren Raten zu erbringen.
Urteil des BGH vom 25.06.2003
VIII ZR 344/02
BGHR 2003, 1259
WEG Sachen
Beschlusskompetenz der WEG betereffend Umlageschlüssel bei Abschluss Kabelvertrag Die Wohnungseigentümergemeinschaft hat die Beschlusskompetenz, bei Abschluss eines gemeinschaftlichen Kabelvertrages oder auch später den internen Umlageschlüssel, etwa nach den für die nutzungswilligen Wohnungseigentümer bereitgestellten Anschlussdosen, festzulegen » Weitere Informationen
Aufrechnung gegen Wohngeldforderungen nur unter engen Voraussetzungen zulässig. Grundsätzlich kann gegen die Wohngeldforderung der Eigentümergemeinschaft von dem zahlungspflichtigen Wohnungseigentümer nur mit anerkannten und rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufgerechnet werden;» Weitere Informationen
Anfechtung Sonderumlagebeschluss
Ein Beschluss über die Erhebung einer
Sonderumlage ist anfechtbar, aber nicht nichtig, wenn die Sonderumlage für
die Bezahlung von Kostenvorschüssen für den Rechtsanwalt der
Antragsgegner in einem Beschlussanfechtungsverfahren erhoben wird (BayObLG,
Beschluss vom 29.4.2004 - 2Z BR 004/04).
Lange Verfahrensdauer ist unschädlich
Auch ein größerer Zeitraum (hier:
über 22 Monate) zwischen mündlicher Verhandlung und Beschlussfassung
im wohnungseigentumsrechtlichen Verfahren begründet für sich allein
keinen Mangel der angefochtenen Entscheidung (BayObLG, Beschluss vom 5.5.2004 -
2Z BR 269/03).
Geltung des BGB statt des WEG
Sind die wohnungseigentumsrechtlichen
Vorschriften über bauliche Veränderungen wirksam abbedungen,
beurteilt sich ein Anspruch auf Beseitigung einer solchen nach den allgemeinen
nachbarrechtlichen Vorschriften des Privatrechts und des öffentlichen
Rechts (BayObLG, Beschluss vom 5.5.2004 - 2Z BR 269/03).
Abberufung des Verwalters aus wichtigem Grund
Eine Abberufung des Verwalter aus wichtigem
Grund kann nur auf Tatsachen gestützt werden, die entweder nach dessen
Bestellung entstanden oder jedenfalls der Wohnungseigentümergemeinschaft
erst danach bekannt geworden sind (BayObLG, Beschluss vom 5.5.2004 - 2Z BR
066/04).
Verkehrsrecht
Wenden auf einer Kraftfahrstraße Auckenblicksversagen : Wenden auf einer Kraftfahrstraße» Weitere Informationen
Unabwendbarkeitsnachweis bei Unfall mit Kind Das OLG Celle hat zur Frage des Verhaltens eines Idealfahrers Stellung genommen» Weitere Informationen
Berücksichtigung von Restwertangeboten Das OLG Köln hat es als nicht für erforderlich angesehen bei Totalschäden Restwertangebote auch aus der Internetbörse einzuholen.» Weitere Informationen
Nutzungsausfall und Minderwert bei älteren Fahrzeugen Der BGH hat die Herabstufung in den jeweiligen Fahrzeuggruppen sowie die Nichtberücksichtigung eines merkantilen Minderwertes bei älteren Fahrzeugen nicht beanstandet.» Weitere Informationen
Nächtlicher Schneefall: Kommune muss vor Rush-hour streuen
Im Winter muss ein PKW Fahrer mit schwierigen
Straßenverhältnissen rechnen. Unbeschadet dessen können dem
Fahrer eines PKW, der auf einer nicht gestreuten Hauptverkehrsstraße
bedingt durch die Straßenglätte einen Verkehrsunfall verursacht,
Ersatzansprüche gegen die verantwortliche Kommune zustehen.
» Weitere Informationen
Fahrverbot bei Rotlichverstoß
Nicht nur die objektive sondern auch die
subjektive Tatseite bei Verhängung eines Fahrverbotes muss mit Tatsachen
begründet werden. Das Oberlandesgericht Koblenz hat dies in einem
Beschluss vom 03.03.2004 klargestellt.
» Weitere Informationen
Nutzungsausfall bei Nutzung durch Dritte
Nutzungsausfall auch für den Halter, der
den beschädigten Pkw nicht selbst nutzt.
» Weitere Informationen
Mehrwertsteuer bei Totalschaden
Wann kann bei einem Totalschaden auch die
Mehrwertsteuer als Schaden verlangt werden? Zwei Grundsatzentscheidungen des
BGH nehmen hierzu Stellung.
» Weitere Informationen
Mithaftung trotz Vorfahrt
Das OLG Koblenz hat in einem Urteil zur Frage
einer Mithaft bei Fahrzeugkollision zwischen Linksabbieger und
entgegenkommenden Fahrzeug Stellung genommen.
» Weitere Informationen
Allgemeines Zivilrecht
Bestätigung bisheriger Rechtsprechung: Geschädigter eines Verkehrsunfalls kann nach wie vor in der Regel Stundensätze einer markengebundenen Fachwerkstatt ersetzt verlangen BGH Urteil vom 20.10.2009 VI ZR 53/09» Weitere Informationen
Fristsetzung im Sinne des § 281 Abs. 1 BGB auch ohne Datumsangabe möglich BGH VIII ZR 254/08 – NJW 2009, 3153» Weitere Informationen
Augen auf beim Weihnachtskauf: Kaufhausbesucher muss mit unsichtbaren Glastüren rechnen (AG München Urteil vom 26.3.2009 AZ 172 C 1190/09) (AG München Urteil vom 26.3.2009 AZ 172 C 1190/09)» Weitere Informationen
Der Anspruch des Verkäufers auf Nutzungsersatz bei Austausch einer mangelhaften Sache nach deutschem Recht ist gemeinschaftswidrig (EuGH, Urt. v. 17.04.2008, Az.: C 404/06) Die deutsche Regelung in § 439 Abs. 4 i. V. m. § 346 Abs.1 und Abs. 2 Nr.1 BGB, wonach ein Verkäufer im Fall der Ersatzlieferung für eine mangelhafte Sache vom Verbraucher Wertersatz für die Nutzungen verlangen kann, die dieser bis zum Austausch der mangelhaften Sache gezogen hat, verstößt gegen Art. 3 der Verbrauchsgüterkauf – Richtlinie und ist somit gemeinschaftsrechtswidrig.» Weitere Informationen
Deutsche Post AG trifft kein qualifiziertes Verschulden für den Verlust eines Einschreibens (BGH, Urteil vom 26.04.2007, II ZR 70/04) Der Deutschen Post AG kann nicht deshalb ein qualifiziertes Verschulden (§ 425 Abs.1 HGB) vorgeworfen werden, weil sie keine umfassende Schnittstellenkontrolle beim Versand von Briefen durchführt.» Weitere Informationen
Eine nicht verlässliche Klärung der Kompatibilitätsvoraussetzungen für eine EDV – Software durch eine Softwarefirma ermöglicht den Rücktritt vom Werkvertrag (OLG Hamm, Urteil vom 08.08.2007, Az.: 12 U 26/07) Es ist Aufgabe einer Fachfirma für Datenaustausch-Software, bereits bei Abschluss des Werkvertrages festzustellen, ob sämtliche Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung eines beabsichtigten Datenaustauschs mittels EDI – Lösung (Electronic Data Interchange) vorhanden sind. Dies umfasst insb. die Überprüfung der Kompatibilität verschiedener Systeme.» Weitere Informationen
Untaugliche Bedienungsanleitung stellt Sachmangel dar OLG München, Urteil vom 09.03.2006 – 6 U 4082/05
» Weitere Informationen
Pflicht zur Löschung von Nutzerdaten durch Internetprovider LG Darmstadt, Urteil vom 25.01.2006, Az.: 25 S 118/2005
» Weitere Informationen
Gebrauchtwagenkauf: Haftung für Serienfehler OLG Stuttgart, Urteil vom 15.08.2006, Az.: 10 U 84/06» Weitere Informationen
Einbeziehung mehrer AGB in einen Vertrag Es ist grundsätzlich zulässig, mehrere Klauselwerke in einen Vertrag einzubeziehen. Ist aber unklar, welche der Klauselwerke Anwendung finden soll, kann keine der Bestimmungen angewendet werden. Dann finden die gesetzlichen Vorschriften Anwendung.
(BGH, Urteil v. 16.03.2006, I ZR 65/03).» Weitere Informationen
Beweisvereitelung eines Gebrauchtwagenkäufers Zur Frage der fahrlässigen Beweisvereitelung eines Gebrauchtwagenkäufers bei Beseitigung der angeblich mangelhaften Kaufsache ( BGH VIII ZR 43/05 ) - Urt. v. 23.11.2005» Weitere Informationen
Zurückbehaltungsrecht trotz zeitraubender Mängelaufklärung Der BGH stellte klar, dass der Bauherr (Auftraggeber) auch dann Zurückbehaltungsrechte geltend machen kann, wenn die Aufklärung der Mängel zeitraubend und schwierig ist.» Weitere Informationen
Zuziehung eines Unterbevollmächtigten Der BGH hat die Zuziehung eines Unterbevollmächtigten bejaht und dessen Kosten als erstattungsfähig angesehen.» Weitere Informationen
Möbelkauf mit Anzahlung bei Insolvenz des Verkäufers Das OLG Koblenz hat die persönliche Haftung der Vorstandsmitglieder eines in die Insolvenz gefallenen in Form einer Aktiengesellschaft betriebenen Unternehmens verneint.» Weitere Informationen
Bauhandwerkersicherheit und Werklohnforderung Der BGH stellte klar, dass der Bauherr (Auftraggeber) Zahlungseinbehalte wegen Mängeln auch dann geltend machen kann, wenn er eine Bauhandwerkersicherheit gem. § 648a BGB trotz Aufforderung durch den Bauunternehmer (Auftragnehmer) nicht stellt soweit der Auftragnehmer Werklohn einfordert.» Weitere Informationen
Entschädigungsanspruch des Reisenden gegen den Reiseveranstalter bei
Vereitelung der Reise durch Überbuchung
Der BGH spricht dem Kunden bei Ausfall der
Reise wegen Überbuchung neben dem Anspruch auf Rückzahlung des
geleisteten Reisepreises einen gesonderten Schadensersatzanspruch wegen
entgangener Urlaubsfreude in Höhe von immerhin 50 % des Reisepreises zu.
Der BGH hat ferner klargestellt, dass mit der Vereitelung der Reise zugleich
feststeht, dass der Kunde die Urlaubszeit nutzlos aufgewendet hat. Auch wenn
ein erwerbstätiger Kunde während der geplanten Urlaubszeit seiner
Berufsarbeit weiter nachgeht oder wenn der Kunde eine ihm nicht vom
Reiseveranstalter angebotene Ersatzreise durchführt, steht dies seinem
Entschädigungsanspruch nicht entgegen. Der Kunde braucht also nicht zu
beweisen, dass er zu Hause geblieben ist.
» Weitere Informationen
Anwaltshaftung
Gerichtliche Verfahren gegen
Rechtsanwälte auf Schadensersatz häufen sich.
Die landläufige Meinung, die Durchsetzung
solcher Ansprüche sei schwierig, weil sich Juristen untereinander
schützen, trifft dabei wohl nicht zu. Zwar legt der Bundesgerichtshof die
Latte für die Sorgfaltspflichten des Rechtsanwaltes regelmäßig
hoch. In den einzelnen Verfahren vor den unteren Instanzen gestaltet sich
jedoch die Durchsetzung der Rechte des Mandanten wegen der langen
Verfahrensdauer und Problemen bei der Beweiserhebung häufig schwierig. Das
musste ein von der Kanzlei Schmidt-Schilling & Dumslaff vertretener Kläger
in einem über mehr als vier Jahre andauernden Verfahren erleben.
» Weitere Informationen
Unwirksame Restwertermittlungsklausel im Leasingvertrag
Die genaue Überprüfung der
Leasingbedingungen kann bei der Restwertermittlung deutliche Vorteile des
Leasingnehmers bringen.
» Weitere Informationen
Pfändbarkeit des Taschengeldanspruchs
Die Pfändung war erfolglos weil der
Schuldner überschuldet ist? Der Gläubiger kann gegebenenfalls auf den
Taschengeldanspruch des verschuldeten Ehegatten zugreifen!
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Kein Streitverfahren bei fehlender Zustellung des Mahnbescheides
Die Beantragung eines Mahnbescheids ist nur
bei bekanntem Aufenthalt des Schuldners zu empfehlen.
» Weitere Informationen
Medizinrecht
Die medizinische Aufklärung muss dem Patienten bei nicht akutem Operationsbedarf genug Zeit zur druckfreien Entscheidung lassen (OLG Frankfurt (Main), Urteil vom 24.02.2009, Az.: 8 U 103/08 Eine medizinische Aufklärung ist nur dann rechtzeitig, wenn der Patient ohne vermeidbaren Duck in die Lage versetzt wird, seine Entscheidung für oder gegen den Eingriff frei zutreffen. Dies ist dann nicht mehr der Fall, wenn die Eltern eines erst wenige Wochen alten Kindes am Vorabend einer lebenswichtigen, aber nicht akut indizierten Herzoperation über deren Risiken informiert werden, nachdem das Kind bereits Operation vorbereitenden Maßnahmen (u.a. Ultraschalluntersuchung, Herzkatheter) unterzogen worden ist.» Weitere Informationen
Der Versuch einer Schultereinrenkung ist ohne gesicherte Diagnose einer Luxation ein elementarer Verstoß gegen Grundregeln der ärztlichen Kunst (LG Köln, Urteil vom 12.03.2008, Az.: 25 O 123/05) Der Versuch einer Schultereinrenkung ohne gesicherte Diagnose einer Luxation ist ein schwerwiegender ärztlicher Fehler, der dem Arzt nicht unterlaufen darf. Der Arzt hat dem Patienten Schmerzensgeld für die vollkommen unnötige und besonders belastende Behandlung zu leisten.
» Weitere Informationen
Die Ankündigung von 5 Euro Gutscheinen für die Einreichung von Rezepten für verschreibungspflichtige Arzneimittel ist unlauter (LG Köln, Urt. v. 25.10.2007, Az.: 31 O 380/07) Kündigt eine Apothekerin an, ihren Kunden für jedes eingereichte Rezept mit mindestens 2 verschreibungspflichtigen Arzneimitteln einen Gutschein im Wert von 5 Euro auszustellen, der beim Einkauf von freiverkäuflichen Artikeln eingelöst werden kann, ist dies wegen Verstoßes gegen das Rabattverbot wettbewerbswidrig.» Weitere Informationen
Keine Härtefallregelung für in der gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versicherten Rechtsanwalt, auch wenn dieser nur an zwei Tagen in der Woche tätig ist (LSG Hamburg, Urt. v. 21.11.2007,Az.: L 1 KR 15/07)
Ein Rechtsanwalt, der freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, hat bei der Bemessung seines monatlichen Beitrages keinen Anspruch auf Berücksichtigung als so genannter Härtefall. Dies gilt auch, wenn er nur an zwei Tagen in der Woche anwaltlich tätig ist. Auch diese Tätigkeit ist als hauptberufliche Tätigkeit einzustufen, wenn es sich bei der Tätigkeit um den einzigen Beruf und somit um den Hauptberuf handelt.
» Weitere Informationen
Die Ausstellung einer Mitgliedsbescheinigung dient nicht dem Schutz einer neu gewählten Krankenversicherung (LSG Rheinland – Pfalz, Urt. v. 22.11.2007,Az.: L 5 KR 221/06) Wählt ein Mitglied eine neue Krankenkasse, hat diese eine Mitgliedsbescheinigung auszustellen. Die Kündigung bei der vorherigen Krankenkasse wird erst dann wirksam, wenn diese die Mitgliedsbescheinigung erhalten hat. Die Bescheinigungen dient einzig dem Schutz des Krankenversicherten sowie der vorherigen Krankenversicherung. Die neue Krankenkasse kann sich nicht darauf berufen, dass mangels Mitgliedsbescheinigung kein Versicherungsverhältnis bestehe.» Weitere Informationen
Die Hausratsversicherung eines Arztes umfasst auch Medikamente, da diese „Arbeitsgeräte“ i. S. d. VHB darstellen (OLG Koblenz, Urteil vom 11.05.2007, 10 U 270/06) Medikamente, die ein Arzt mit sich führt, um sie bei einem Patienten einzusetzen, gehören zu seinen "Arbeitsgeräten" und sind somit von der Hausratsversicherung des Arztes erfasst.
» Weitere Informationen
Die Altersgrenze für die Beendigung der Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung in § 95 Abs. 7 S. 2 SGB V ist verfassungsgemäß (BVerfG, Beschluss vom 07.08.2007, Az.: 1 BvR 194/07) Nach der Entscheidung des Verfassungsgerichts verstößt die Festlegung der Altersgrenze für Vertragsärzte gemäß § 95 Abs. 7 S. 3 SGB V nicht gegen das Grundgesetz. Die Altersgrenze genügt den Anforderungen des Art. 12 Abs. 2 Grundgesetz an subjektive Zulassungsbeschränkungen.» Weitere Informationen
Die Bezeichnung „Spezialist für Kieferorthopädie“ ist eine irrtumserregende Werbung Die Bezeichnung „Spezialist für Kieferorthopädie“ stellt eine irrtumserregende Werbung dar und ist daher berufsstandesrechtlich verboten (OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 20.08.2007, Az.: 13 B 503/07)» Weitere Informationen
Zum groben Behandlungsfehler bei bekannter Allergie Der Einsatz einer Legierung mit 36 % Palladium bei bekannter Palladium – Allergie ist ein grober Behandlungsfehler. (OLG Oldenburg, Urteil vom 04.07.2007 (5 U 31/05)» Weitere Informationen
Verweis auf ständige Praxis der Aufklärung Ein Verweis auf die ständige Behandlungsaufklärung ist unzureichend, wenn das Aufklärungsgespräch an sich streitig ist. (Brandenburgisches OLG; Urteil vom 12.07.2007, Az.: 12 U 207/06)» Weitere Informationen
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